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Aarberg Gemeindeverwaltung

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Ortsplanungsrevisionen

Umsetzung Verkehrsrichtplan und Tempo 30-Zonen in den Quartieren

Die Gemeindeversammlung hat am 26. November 2009 einen Rahmenkredit von 1.2 Mio Franken zur Umsetzung von 28 Massnahmen der 1. Priorität der Verkehrsrichtplanung gesprochen und damit dem Gemeinderat einen klaren Auftrag erteilt, die Verkehrsprobleme in Aarberg aktiv anzugehen. Diesem Auftrag ist dieser auch nachgekommen und es ist ihm deshalb ein Anliegen, die Bevölkerung über den aktuellen Stand zu informieren.

Die Verkehrsrichtplanung, welche als behördenverbindlich im Mai 2008 vom Amt für Gemeinden und Raumordnung genehmigt wurde, umfasst insgesamt 51 Massnahmen. Der Gemeinderat hat diese in eine 1. und eine 2. Priorität unterteilt. In der 1. Priorität, für welche 1.2 Mio Franken zur Verfügung stehen, sind folgende Massnahmen vorgesehen:

1. Neuerschliessungen (4 Massnahmen)
2. Stadtplatz mit Anschlüssen (3)
3. Dosierter Bypass Aareweg (3)
4. Langsamverkehr (2)
5. Verkehrsberuhigung Quartiere, Tempo 30-Zonen (11)
6. Ausgestaltung Ortseingänge (2)
7. Öffentlicher Verkehr (3)

Innerhalb dieser Massnahmen hat der Gemeinderat alsdann eine weitere Priorisierung vorgenommen, weil nicht alle Massnahmen auf einmal geplant und umgesetzt werden können. Dies, weil schlichtweg die Ressourcen fehlen und auch die Bevölkerung nicht mit –zig Auflagen und Mitwirkungen bombardiert werden soll.

Nachfolgend aufgelistet finden Sie nun den Stand der Arbeiten in den einzelnen Massnahmen.

1. Neuerschliessungen
Darin enthalten sind die neuen Erschliessungen der Neubaugebiete Schüracher (neu Kanalweg), Allmändrieder Süd, Parzelle Nr. 674 Widmer (hinter Restaurant Bahnhöfli) sowie die Netzergänzung Walperswilstrasse – Hagneckdamm.

Hier konnten mittels Planungs- und Infrastrukturverträgen die Neuerschliessungen im Schü-racher und im Allmändrieder Süd so geregelt werden, dass diese Erschliessungen durch die Bauherrschaft getragen werden muss. Für die Erschliessung der Parzelle Nr. 674 bestehen bereits klare Erschliessungsvorschläge und ein Entwurf der ZPP-Vorschriften, welche bei Bedarf weiter verfolgt werden können. Die Netzergänzung von der Walperswilstrasse zum Hagneckdamm ist angedacht, aber noch nicht weiter verfolgt worden.

2. Stadtplatz mit Anschlüssen
Der Inhalt dieser Massnahme umfasst die Verbesserung der Begegnungszone, die Abwer-tung des reinen Durchgangverkehrs sowie die Lösungsfindung des Knotens Bärenplatz.

Diese Massnahme birgt sehr viel Konfliktpotenzial und hat die vorberatende Umwelt- und Tiefbaukommission (UTK) einige Male in die Kritik gebracht. Insbesondere bei der Abwertung des Durchgangverkehrs und der Verbesserung der Begegnungszone wurde aus Kreisen der Stedtlibewohner und –Ladenbesitzer einige Kritik laut. Hier haben diverse Gespräche zwischen dem Vereinsverband Aarberg und dem Tiefbauamt des Kantons Bern als Auf-sichtsbehörde für Begegnungszonen statt gefunden. Es ist schwierig, einen Konsens zwi-schen den Bedürfnissen der Gewerbebetreibenden und den kantonalen Vorschriften zu fin-den. Im Moment erarbeitet ein Verkehrsplaner einen Entwurf, der im Bereich der Brünnen zusätzliche Einengungen vorsieht, die den Verkehr tempomässig drosseln sollen. Diese Massnahmen sollen dann in einem klar definierten Versuch ausprobiert und wo nötig angepasst oder im schlimmsten Fall abgebrochen werden.

Im Bereich der Bärenkreuzung kommt ebenfalls etwas in Bewegung. Dank der baulichen Entwicklung auf dem Areal der alten Ziegelei / Villa / alten Landi und den damit verbundenen baulichen Anpassungen der Bahnhofstrasse, hat das kantonale Tiefbauamt die Anpassung der Bahnhofstrasse bis und mit Bärenkreisel in die Planungen mit aufgenommen, so dass man davon ausgehen darf, dass in Zukunft auch hier etwas passieren wird.

3. Dosierter Bypass Aareweg
Die notwendige Öffnung des Aarewegs im Bereich der Gewerbezone mit den nötigen An-passungen auf der Nidaustrasse und dem Aareweg und unter Berücksichtigung der Schul-wegsicherheit wurde von der UTK mit Beschluss am 9. November 2011 dem Verkehrsplaner zur Weiterbearbeitung in Auftrag gegeben.

4. Langsamverkehr
Die Netzergänzung für Fussgänger und Velofahrer von der Spinsstrasse zum Bahnhof ist in die Vorabklärungen zur Erschliessung der Parzelle Nr. 674 eingeflossen und kann mit der späteren Überbauung des Areal sicher gestellt werden.

Die Schulwegsicherheit, welche das Hauptthema in dieser Massnahme darstellt, ist quasi bei jeder Massnahme ein Thema und fliesst in die gesamten Überlegungen ein (siehe zB. do-sierter Bypass oder Tempo 30-Zonen).

Verkehrsberuhigung Quartiere, Tempo 30-Zonen
Dieser Baustein ist am weitesten fortgeschritten und die Bevölkerung hat sich dazu auch schon aktiv beteiligen können. Die Mitwirkung zu den Tempo 30-Zonen in den Quartieren, welche im November/Dezember 2010 stattgefunden hat, hat eine Vielzahl von Eingaben ergeben, die es auszuwerten galt und einige Anpassungen nach sich zog.

Aufgrund der Eingaben hat der Gemeinderat beschlossen, eine erste Tranche von Tempo 30-Zonen genehmigen zu lassen. Die Gebiete Mühlau, Blüemlismatt, Dammweg, Aarezelg, Leimern und Spins wurden sowohl als Baugesuch für die baulichen Massnahmen auf der Strasse beim Regierungsstatthalteramt Seeland wie auch als Gesuch zur Errichtung von signaltechnischen Massnahmen bei Tiefbauamt des Kantons Bern eingegeben und zwischenzeitlich von diesen bereits bewilligt. Gegen die genehmigten Signalisationen, welche nach Gesetzgebung noch publiziert werden mussten, sind zur Zeit (Stand Anfang Januar 2012) noch zwei Beschwerden hängig, was die Installation in den Quartieren entsprechend verzögert.

Die UTK hat an ihrer Sitzung vom 9. November 2011 beschlossen, dass nun auch noch die übrigen Quartiere (Chasseralstrasse, Sunnmatt, Arolina Nord, Altstadt mit Umgebung, Bern-feld und Pulverweg), in welchen Tempo 30-Zonen geplant sind, weiter vorangetrieben werden sollen und insbesondere bei den umstrittenen Quartieren mit den Bewohnern der Kontakt gesucht werden soll. Als Ziel hat sich die UTK gesteckt, dass bis vor den Sommerferien 2012 die Pläne bereinigt und zur Genehmigung an die kantonalen Stellen eingereicht werden können.

5. Ausgestaltung Ortseingänge
Hier geht es insbesondere darum, den in die Ortschaft einfahrenden Verkehr mit baulichen Massnahmen abzubremsen. Da viele dieser Massnahmen auf Kantonsstrasse getroffen werden sollen, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kanton erforderlich. Die UTK hat auch hier beschlossen, dass diese Massnahmen im 2012 an die Hand genommen werden sollen und der Kanton entsprechend in die weiteren Schritte einzubinden sei.

6. Öffentlicher Verkehr
Die Sicherstellung des Bahnbetriebes Lyss-Kerzers, die Sicherung der Betriebskredite für den WETA-Bürgerbus sowie Fahrplanergänzungen von Bus und Bahn werden alljährlich im Rahmen der Budgetierung geprüft und verbessert. So konnte zusammen mit der Gemeinde Lyss auf den Fahrplanwechsel 2010/2011 eine Transportvereinbarung für drei zusätzliche Abendkurs-Paare zwischen Aarberg und Lyss abgeschlossen werden. Diese Attraktivierung zeigt auf, dass sich die Gemeinde Aarberg diesem Thema aktiv und unkompliziert angenommen hat.

Die Umsetzung eines Verkehrsrichtplanes bedingt immer zuerst einen grossen Planungsaufwand und man sieht nicht sofort Resultate. Dies ist bedingt durch Abklärungen mit Grundeigentümern, Abklärungen mit kantonalen Ämtern, dem Umsetzen der gesetzlichen Vorschriften und den notwendigen Schritten zum Einbezug der Öffentlichkeit (Einbezug der Betroffenen, Mitwirkungen, Bewilligungsverfahren mit Einsprachemöglichkeiten usw.). Dies war auch der Grund, warum die Bevölkerung das Gefühl hatte, dass punkto Verkehrssicher-heit bisher nichts gegangen sei. Wie Sie aber aus dem Bericht ersehen können, sind viele Massnahmen im Hintergrund am Laufen und im Frühling 2012 können dann die ersten Resultate auch draussen ersehen werden.

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Verkehr haben, so wenden Sie sich doch an die Bauabteilung, welche Ihnen gerne behilflich ist und ein offenes Ohr für Ihr Anliegen hat.


Rolf Marti, Ressortvorsteher Tiefbaukommission

 
 

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